Psychotherapie

Was ist Psychotherapie?

Funktionen

Wirksamkeit

Gesetzliche Definition

Was ist Psychotherapie?

Psychotherapeutische Behandlung ist Hilfe zur Selbsthilfe, mit dem Ziel Leiden zu hindern (Heilbehandlung). Therapeutische Gespräche entlasten und helfen Lebensmuster zu erkennen, Ängste, wie auch innere Konflikte zu identifizieren und abzubauen, die ein Wohlbefinden verhindern. Seit 1991 ist die Psychotherapeutische Heilbehandlung durch das Psychotherapiegesetz geregelt und verankert und der ärztlichen Hilfe gleichgestellt. Psychotherapeuten können müssen aber keine Psychologen oder Mediziner sein. Voraussetzung ist aber eine mehrjährige, genau geregelte und fundierte Ausbildung. In Österreich sind derzeit 21 unterschiedliche Verfahren zugelassen.

Funktionen der Psychotherapie:

  1. Funktion der Heilbehandlung
  2. Psychotherapie als Begleitmaßnahme
  3. Stützung und Problemlösungshilfe in Belastungssituationen, Lebenskrisen, bei Paar- und Familienkonflikten
  4. Hilfe zur Persönlichkeitsbildung

Wirksamkeit von Psychotherapie

Es herrscht Einigkeit, dass Psychotherapie substantielle Veränderunge bewirkt (87 % gaben eine Besserung in Richtung sehr gut an). Längere Psychotherapien sind wirksamer und gehen über die Symptomreduktion hinaus. sie ist eine kostengünstigere Alternative zu Nichtbehandlung psychischer Probleme oder substituierender pharmakologischer Behandlungen (außer, wenn Medikation indiziert ist!).

Gesetzliche Definition von Psychotherapie

„Die nach einer allgemeinen und besonderen Ausbildung erlernte, umfassende, bewusste und geplante Behandlung von psychosozial oder auch psychosomatisch bedingten Verhaltensstörungen und Leidenszuständen mit wissenschaftlich – psychotherapeutischen Methoden in einer Interaktion zwischen einem oder mehreren Psychotherapeuten mit dem Ziel,
  • bestehende Symptome zu mildern oder zu beseitigen,
  • gestörte Verhaltensweisen und Einstellungen zu ändern und
  • die Reifung, Entwicklung und Gesundheit des Behandelten zu fördern.“

(Psychotherapiegesetz § 1. (1),Bundesgesetz vom 7. Juni 1990 über die Ausübung der Psychotherapie)

 

„Man soll sich mit dem Menschen auseinandersetzen und nicht gleich die Krankheit beseitigen – seelische Komponente bei der Krankheit. Patient heilt sich selbst.“ (G. Groddeck)